Herzlich willkommen
auf der Seite des 19. Jahrhunderts von Wildwuchs
Deutschland im 19. Jahrhundert. Zwei Handwerksburschen, ein Müller
und ein Kutscher, quittieren den Dienst bei ihren Meistern. Sie haben
die Gängeleien und Unterdrückung durch ihre Vorgesetzten satt
und beschließen, ein neues Leben zu beginnen, indem sie gemeinsam
als freie aber wohnsitzlose Musikanten von Ort zu Ort ziehen. In diesen
unruhigen Zeiten kann für die beiden vom Reichwerden keine Rede
sein, dafür erleben sie Dinge hautnah, welche die Gemüter
zur Zeit stark erhitzen. Das gibt immer wieder Anlaß zum Schildern,
Besingen und Kommentieren. Schließlich soll auch das Volk über
wichtige Ereignisse der Zeit in Kenntnis gesetzt werden und zwar aus
dem Blickwinkel der kleinen Leute. So singen und verbreiten die beiden
Entlaufenen - Ereignisse um die 48er Revolution (mit deutlicher Sympathie
für den neuen politischen Wind) - Spottlieder auf hohe Autoritäten
aus Welt und Kirche - Kundenlieder, d.h. Lieder von Landstreichern,
denen die beiden auf ihren denen die beiden auf ihren Reisen immer wieder
begegnen - Handwerkerlieder, in denen sie ihre aufgestaute Wut gegenüber
ihren ehemaligen Meistern auf subversive Weise kundtun - Auswandererlieder
derjenigen Menschen, die sich aus politischer Enttäuschung oder
materiellen Gründen nicht länger in der Lage sehen, in ihrer
alten Heimat zu bleiben.

